Bei BODHIFLOW® ist achtsames Krafttraining für Frauen, die Verbindung aus gezieltem Kraftaufbau, bewusster Wahrnehmung und der Fähigkeit, Belastung zunehmend passend zu steuern.
Es bleibt echtes Krafttraining. Das heißt: Muskeln werden gefordert, Bewegungen technisch gelernt und Belastungen progressiv entwickelt.
„Achtsam“ bedeutet dabei nicht, möglichst sanft zu trainieren oder Anstrengung zu vermeiden. Es bedeutet, den eigenen Körper bewusst zu bewegen, wahrzunehmen, was während einer Bewegung passiert, zunehmend zu verstehen, wie der eigene Körper auf Belastung reagiert, um dementsprechend Anpassungen vorzunehmen zu können.
Die Definition von achtsamem Krafttraining für Frauen lässt sich bei Bodhiflow® auf drei zentrale Elemente reduzieren:
Kraftaufbau + Wahrnehmung + Selbststeuerung.
Die Marke Bodhiflow®, steht dabei für das übergeordnete Verständnis und die Haltung hinter dem Training und dem Ziel 3fachfit zu werden PHYSISCH | MENTAL | EMOTIONAL . Die von mir entwickelte Trainingsmethode VASILÁ® beschreibt, wie dieses Verständnis im Krafttraining praktisch umgesetzt wird. Sie verbindet strukturierten Kraftaufbau mit Wahrnehmung, Selbststeuerung und einer female-informed Trainingssteuerung.
Das Ziel ist nicht, weniger zu leisten. Das Ziel ist, bewusster, physisch stärker und handlungsfähiger zu werden. Man lernt seine individuelle Mitte zu finden, sich weder zu übergehen, noch in der Komfortzone zu bleiben.
Achtsames Krafttraining wird schnell mit langsamem Training, sanfter Bewegung oder einer besonders vorsichtigen Form von Sport verbunden. Darauf reduziert es sich nicht.
Im Verständnis von Bodhiflow® bedeutet Achtsamkeit im Krafttraining zunächst, Informationen wahrzunehmen, die während einer Übung ohnehin entstehen.
Wie stabil fühlt sich die Bewegung an? Wo entsteht Spannung? Welche Muskulatur arbeitet? Wie verändert sich die Atmung? Wo wird eine Bewegung schwierig? Verändert sich die Technik unter Belastung? Wird die Bewegung unsauber, weil die Muskulatur ermüdet oder weil die Konzentration nachlässt?
Mit der Zeit geht es nicht mehr nur darum, diese Dinge wahrzunehmen, sondern sie zunehmend zu verstehen und daraus passende Strategien und konkrete Anpassungen abzuleiten.
Warum fühlt sich eine Seite anders an als die andere? Warum entsteht Spannung an einer Stelle, an der sie eigentlich nicht entstehen sollte? Welche Position gibt mehr Stabilität? Welche Veränderung macht eine Bewegung klarer oder kontrollierter?
Achtsames Krafttraining bedeutet damit, nicht nur Übungen auszuführen, sondern den eigenen Körper innerhalb dieser Übungen besser kennenzulernen.
Diese Wahrnehmung soll Belastung nicht verhindern.
Sie soll helfen, sie besser zu nutzen.
Deshalb darf achtsames Krafttraining intensiv sein. Es darf anstrengend sein. Muskelaufbau und Kraftentwicklung brauchen ausreichende Trainingsreize und langfristige Progression.
Der Unterschied liegt deshalb nicht darin, ob Belastung stattfindet, sondern wie bewusst mit ihr umgegangen wird.
Trainingspläne brauchen Wiederholungszahlen, Sätze, Gewichte, Pausenzeiten und andere Vorgaben. Sie geben Training einen Rahmen, machen Entwicklung nachvollziehbar und ermöglichen gezielte Progression.
Der Körper reagiert jedoch nicht auf die Zahl acht.
Er reagiert auf den Reiz, der durch diese acht Wiederholungen entsteht.
Für die tatsächliche Belastung ist nicht nur entscheidend, wie viele Wiederholungen auf dem Trainingsplan stehen. Die Art der Ausführung, die gewählte Belastung und der aktuelle Zustand beeinflussen, welcher Trainingsreiz tatsächlich entsteht.
Wiederholungszahlen sind deshalb Orientierung und Steuerungsinstrument, nicht der Reiz selbst.
Das erklärt auch, warum sich dieselbe Übung mit demselben Gewicht und derselben Wiederholungszahl an verschiedenen Tagen völlig unterschiedlich anfühlen kann.
Was an einem Tag eine passende Herausforderung ist, kann an einem anderen Tag deutlich zu fordernd sein. Umgekehrt kann eine Belastung, die normalerweise ausreichend ist, an einem sehr leistungsfähigen Tag kaum noch herausfordernd sein.
Genau hier ergänzt die Trainingsmethode VASILÁ® die klassische Trainingsplanung um Wahrnehmung.
Der Plan liefert den Rahmen. Der Körper liefert die Rückmeldung darauf.
Ein Trainingsplan beschreibt, was trainiert werden soll. Er kann aber nicht vollständig vorhersagen, in welchem Zustand du an einem bestimmten Tag ins Training kommst.
Die gleiche Übung mit dem gleichen Gewicht kann sich von einem Tag zum anderen unterschiedlich anfühlen.
Schlaf, vorherige Belastungen, Stress, Ernährung, Regeneration, Beschwerden, hormonelle Veränderungen und Konzentrationsfähigkeit können beeinflussen, wie Training erlebt und ausgeführt wird.
Das bedeutet nicht, dass nach einer schlechten Nacht automatisch leichter trainiert werden muss oder jede kleine Veränderung der Tagesform eine Anpassung verlangt.
Es bedeutet lediglich: Belastung existiert nicht unabhängig von der Person, auf die sie trifft.
Körperwahrnehmung liefert zusätzliche Informationen darüber, wie eine Bewegung und die dazugehörige Belastung aktuell erlebt und ausgeführt werden.
Wie kontrolliert fühlt sich die Bewegung an? Verändert sich ihre Qualität unter Belastung? Fühlt sich der Körper heute stabil und belastbar oder braucht eine Bewegung mehr Aufmerksamkeit als sonst?
Es geht nicht darum, jede einzelne Empfindung zu zerdenken. Es geht darum, relevante Veränderungen überhaupt wahrnehmen und zunehmend besser einordnen zu können.
Wahrnehmung ersetzt dabei weder Trainingsplanung noch sportwissenschaftliche Belastungssteuerung.
Sie ergänzt sie.
Ein zentraler Gedanke des achtsamen Krafttrainings bei Bodhiflow® lautet deshalb:
Nicht nur die geplante Belastung zählt, sondern auch die Reaktion auf diese Belastung.
Achtsames Krafttraining beginnt nicht erst bei der Entscheidung, wie schwer trainiert wird.
Es betrifft auch die Qualität eines einzelnen Satzes. Es macht einen Unterschied, ob du eine Bewegung bewusst ausführst oder Wiederholung für Wiederholung absolvierst, während deine Gedanken bereits bei der Arbeit, beim Handy, beim nächsten Termin oder ganz woanders sind.
Unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt.
Wenn mehrere anspruchsvolle Informationen gleichzeitig verarbeitet werden müssen, steht für die einzelne Aufgabe weniger Aufmerksamkeit zur Verfügung.
Beim Krafttraining betrifft das unter anderem Körperposition, Spannung, Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, Gleichgewicht und Technik.
Auch die Forschung zum Aufmerksamkeitsfokus zeigt, dass es einen Unterschied machen kann, worauf die Aufmerksamkeit während einer Bewegung gerichtet wird.
Dabei gibt es nicht den einen richtigen Fokus.
Ein gezielter Fokus auf einen Muskel kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Bei anderen Aufgaben kann je nach Bewegung und Trainingssituation die Aufmerksamkeit unterschiedlich ausgerichtet sein.
Innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ® bedeutet Aufmerksamkeit bewusste Innenschau, ohne den Körper dabei permanent zu kontrollieren oder zu werten.
Entscheidend ist, Aufmerksamkeit bewusst und passend einzusetzen. Sie wird damit zu einem Bestandteil der Trainingsqualität.
Dadurch entsteht Körperwahrnehmung, die zusätzliche Informationen darüber liefert, wie eine Bewegung und die dazugehörige Belastung aktuell erlebt und ausgeführt werden.
Wie kontrolliert fühlt sich die Bewegung an? Verändert sich ihre Qualität unter Belastung? Fühlt sich der Körper heute stabil und belastbar oder braucht eine Bewegung einen anderen Fokus als sonst?
Es geht darum, relevante Veränderungen wahrnehmen und zunehmend besser einordnen zu können.
Wahrnehmung ersetzt dabei weder Trainingsplanung noch sportwissenschaftliche Belastungssteuerung.
Sie ergänzt sie.
Ein zentraler Gedanke des achtsamen Krafttrainings bei Bodhiflow® lautet deshalb:
Nicht nur die geplante Belastung zählt, sondern auch die Reaktion auf diese Belastung.
Ein Teil der Idee hinter achtsamem Krafttraining lässt sich gut über eine Qualität erklären, die viele Menschen aus Yoga oder Pilates kennen.
Eine Bewegung wird dort häufig nicht einfach absolviert. Du bist bei der Bewegung.
Du nimmst die Atmung wahr, achtest auf Positionen, Spannung, Bewegungsqualität und deinen Körper.
Genau diese Qualität überträgt Bodhiflow® auf das Krafttraining.
Nicht, indem Krafttraining zu Yoga oder Pilates wird.
Sondern indem progressives Krafttraining um Präsenz und bewusste Bewegung erweitert wird.
Der Unterschied bleibt wichtig:
Beim achtsamen Krafttraining ist der gezielte Kraftaufbau weiterhin zentral. Widerstände werden gesteigert, Bewegungen werden kräftiger und der Körper wird gefordert.
Gleichzeitig muss der Trainingssatz nicht zu einem Moment werden, in dem nur noch Wiederholungen gezählt werden.
Er kann genauso eine Phase konzentrierter Körperarbeit sein.
Achtsames Krafttraining ersetzt Krafttraining nicht durch Achtsamkeit. Es bringt Achtsamkeit in das Krafttraining.
Krafttraining wird häufig als etwas betrachtet, das noch zusätzlich erledigt werden muss.
Noch ein Punkt auf der To-do-Liste.
Achtsames Krafttraining soll sich anders anfühlen. Für die Zeit der Einheit richtet sich die Aufmerksamkeit bewusst auf den eigenen Körper.
Die Außenwelt wird für einen Moment weniger wichtig.
Nicht die nächste Nachricht. Nicht die Arbeit. Nicht das, was später noch erledigt werden muss. Sondern die Bewegung, die gerade stattfindet.
Wie stehe ich? Wie atme ich? Wo entsteht Kraft Was verändert sich? Was brauche ich gerade, um diese Bewegung gut auszuführen?
Dadurch kann Training zu einer Form von Me-Time werden. Aktive Zeit mit sich selbst.
Aus dieser konzentrierten Präsenz kann auch ein Flow-Gefühl entstehen.
Du bist gefordert, aber nicht vollkommen überfordert. Die Aufmerksamkeit ist gebündelt. Bewegung, Atmung, Kraft und Konzentration greifen ineinander.
Genau dieses Gefühl, das viele Menschen nach Yoga oder Pilates mit „bei mir sein“ beschreiben, kann auch während eines anspruchsvollen Krafttrainings entstehen.
Und gerade darin liegt für mich eine wichtige Qualität des achtsamen Krafttrainings bei Bodhiflow®:
Du verlässt das Training nicht nur stärker. Du hattest währenddessen auch tatsächlich Kontakt zu dir selbst.
Achtsames Krafttraining bedeutet nicht, die Grenze zur Anstrengung zu vermeiden.
Im Gegenteil. Ohne einen ausreichend starken Trainingsreiz gibt es keinen Grund für den Körper, sich anzupassen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb:
Wie viel Belastung braucht es heute, damit ein sinnvoller Reiz entsteht?
Der Trainingsreiz soll hoch genug sein, um Entwicklung anzustoßen. Er muss aber nicht unnötig weit über diesen sinnvollen Punkt hinausgetrieben werden.
Diese Grenze ist nicht jeden Tag exakt gleich. Sie hängt unter anderem von Trainingszustand, Regeneration, Konzentration und der Qualität der Bewegung ab.
Genau deshalb ist bewusste Wahrnehmung im Krafttraining relevant.
Nicht, um sich ständig zu bremsen, sondern um den Punkt zwischen Unterforderung, sinnvoller Herausforderung und unnötiger Überforderung zunehmend besser einschätzen zu lernen.
Diese Fähigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Belastungssteuerung innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ®.
Frauen brauchen nicht grundsätzlich ein vollkommen anderes Krafttraining als Männer.
Die grundlegenden Prinzipien des Kraftaufbaus bleiben bestehen. Muskeln reagieren auf Belastung, ausreichende Trainingsreize, Erholung und langfristige Progression.
Gleichzeitig wäre es ebenso fatal, weibliche Physiologie im Training vollständig auszublenden. Denn Menstruationszyklus, hormonelle Verhütung, Perimenopause und Postmenopause können für Frauen Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit, Schlaf, Temperaturregulation, Energie, Belastungswahrnehmung oder Regeneration haben.
Wie relevant diese Faktoren tatsächlich sind, ist sehr individuell. Teilweise unterscheidet es sich auch bei derselben Person im Verlauf unterschiedlicher Monate und Lebensphasen.
Entscheidend ist deshalb nicht, grundsätzlich anders zu trainieren, sondern die eigenen Signale einordnen zu können.
Genau hier wird achtsames Krafttraining relevant: wahrnehmen, verstehen und daraus passende Trainingsentscheidungen ableiten. Je nach Zyklus, Lebensphase und Tagesform können sich Intensität, Volumen, Pausen oder Regeneration verändern, ohne die grundlegenden Prinzipien des Krafttrainings infrage zu stellen.
Ein wichtiger Hinweis zum aktuellen Forschungsstand
Die Forschung zu Frauen, Training und weiblicher Physiologie entwickelt sich derzeit stark weiter.
Viele Fragen sind noch nicht abschließend beantwortet.
Historisch wurden Frauen leider in der Sport- und Trainingswissenschaft deutlich weniger berücksichtigt als Männer. Diese Lücke wird inzwischen zum Glück nach und nach kleiner. Trotzdem wird der hormonelle Status von Frauen in vielen Studien weiterhin nicht ausreichend differenziert erfasst.
Das Problem liegt deshalb heute nicht mehr ausschließlich darin, dass Frauen fehlen, sondern auch darin, wie weibliche Physiologie untersucht wird.
Gerade bei Studien zum Menstruationszyklus sind exakte Phasenbestimmung, Hormonmessungen, ausreichend große Stichproben und die Berücksichtigung individueller Unterschiede entscheidend.
Deshalb gilt bei Bodhiflow® und innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ®:
Female-informed Training orientiert sich am jeweils aktuellen Forschungsstand. Wo die Evidenz klar ist, wird sie genutzt. Wo sie uneinheitlich ist, wird keine wissenschaftliche Sicherheit vorgetäuscht, die noch nicht existiert.
Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Frauen lernen, ihren eigenen Körper wahrzunehmen und zu verstehen. Forschung gibt Orientierung, ersetzt aber nicht die eigene Wahrnehmung. Wer Signale einordnen und eigene Muster erkennen kann, kann daraus zunehmend selbstbestimmt die passenden Entscheidungen für das eigene Training ableiten.
Nein.
Female-informed Training bedeutet innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ® nicht, Frauen in starre Zyklusphasenpläne einzuordnen.
Der aktuelle Forschungsstand reicht nicht aus, um allgemeingültig vorzugeben, dass alle Frauen beispielsweise in einer bestimmten Zyklusphase schwer und in einer anderen grundsätzlich leichter trainieren sollten.
Der Zyklustag allein entscheidet deshalb nicht darüber, wie trainiert wird.
Das bedeutet jedoch nicht, dass der Zyklus irrelevant ist.
Wenn du in bestimmten Phasen wiederholt Veränderungen bei Schlaf, Beschwerden, Energie, Temperaturregulation, Belastungswahrnehmung oder Regeneration bemerkst, liefern diese Informationen relevanten Kontext.
Dieser Kontext bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Training verändert werden muss.
Female-informed Training berücksichtigt vielmehr, ob und in welchem Umfang die aktuelle hormonelle Situation oder Lebensphase für das Training tatsächlich relevant ist.
Deshalb bedeutet female-informed Training nicht:
„Du bist in Phase X, also musst du Training Y machen.“
Sondern:
„Welche Bedeutung hat deine weibliche Physiologie heute tatsächlich für dein Training?“
Die Trainingsmethode VASILÁ® berücksichtigt diese Information als einen Faktor innerhalb eines größeren Gesamtbildes.
Nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
Während beim Menstruationszyklus viele Detailfragen noch offen sind, gibt es für die Bedeutung von Krafttraining während und nach dem menopausalen Übergang klare physiologische Gründe.
Mit dem Übergang in die Menopause verändert sich die hormonelle Situation deutlich.
Insbesondere der Rückgang der Östrogenexposition steht in Zusammenhang mit Veränderungen des Knochenstoffwechsels, der Muskelmasse, Muskelqualität und Körperzusammensetzung.
Damit gewinnt ein ausreichend wirksamer mechanischer Trainingsreiz an Bedeutung.
Die Konsequenz daraus lautet, dass in dieser Lebensphase Krafttraining besonders wichtig wird.
Die Frage lautet deshalb nicht, ob belastet werden soll, sondern wie Belastung so gestaltet wird, dass sie ausreichend wirksam ist und gleichzeitig zur aktuellen Regeneration, Lebenssituation und individuellen Belastbarkeit passt.
Female-informed bedeutet deshalb auch hier nicht „sanfter“.
Es bedeutet informierter.
Krafttraining ist eine körperliche Belastung.
Wie gut du diese Belastung nutzen kannst, hängt aber nicht ausschließlich von deiner Muskulatur ab.
Auch Konzentration, mentale Beanspruchung und emotionaler Stress können beeinflussen, wie aufmerksam Bewegungen ausgeführt werden, wie Belastung wahrgenommen wird und wie viel Kapazität für komplexe Aufgaben zur Verfügung steht.
Die Trainingsmethode VASILÁ® betrachtet Belastbarkeit deshalb aus drei Perspektiven:
physisch: Wie belastbar fühlt sich der Körper an?
mental: Wie verfügbar sind Konzentration, Aufmerksamkeit und Entscheidungskapazität?
emotional: Wie stark bindet mich meine emotionale Lage momentan?
Diese Bereiche sind keine voneinander getrennten biologischen Energiesysteme und keine psychologische Diagnostik.
Sie dienen innerhalb von Bodhiflow® dazu, den aktuellen Zustand differenzierter zu betrachten.
Du kannst körperlich durchaus belastbar und gleichzeitig mental vollkommen erschöpft sein. Genauso kannst du konzentriert und motiviert sein, nach mehreren schlechten Nächten aber körperlich weniger Kapazität haben.
Genau solche Unterschiede gehen verloren, wenn Training ausschließlich danach gesteuert wird, was auf dem Papier steht.
Das langfristige Ziel bei Bodhiflow® ist deshalb 3fach fit: physisch, mental und emotional.
Nicht im Sinne einer permanenten Optimierung aller drei Bereiche, sondern mit der Fähigkeit, den eigenen Zustand besser zu verstehen und sinnvoll darauf zu reagieren.
Das Nervensystem spielt im Krafttraining eine zentrale Rolle. Es ist unter anderem an Muskelaktivierung, Bewegungssteuerung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und der Reaktion auf Belastung beteiligt.
Der aktuelle Zustand kann deshalb beeinflussen, wie sich eine Trainingsanforderung anfühlt und wie gut sie bewältigt werden kann.
Selbstregulation bedeutet bei Bodhiflow® und innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ® deshalb nicht, das Nervensystem ständig „beruhigen“ oder unangenehme Zustände vermeiden zu müssen. Es geht darum, den eigenen Zustand wahrzunehmen, einzuordnen und bei Bedarf so zu beeinflussen, dass man handlungsfähig bleibt.
Genau darin liegt die Verbindung zum achtsamen Krafttraining: Wahrnehmung ist kein Selbstzweck. Sie wird dann relevant, wenn daraus eine passendere Entscheidung für das eigene Training entsteht.
Somatik und Embodiment werden je nach Fachrichtung unterschiedlich verwendet.
Bei Bodhiflow® und innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ® werden sie deshalb bewusst praktisch verstanden.
Somatik bildet dabei die Wahrnehmungsseite des Trainings.
Sie bedeutet, körperliche Vorgänge nicht ausschließlich von außen zu betrachten, sondern auch die eigene Bewegung und körperliche Reaktion bewusst wahrzunehmen.
Es geht darum im Krafttraining, ein differenzierteres Gefühl für den eigenen Körper innerhalb von Bewegung und Belastung zu entwickeln.
Embodiment geht einen Schritt weiter. Die im Training gemachte Erfahrung soll nicht nur während einer einzelnen Übung bestehen bleiben.
Du entwickelst zunehmend ein Verständnis dafür, wie sich Stabilität, Kraft, Anspannung, Unsicherheit, Konzentration oder Belastbarkeit bei dir körperlich zeigen.
Training wird dadurch zu einem Lernraum. Das heißt nicht nur:
„Wie mache ich diese Übung richtig?“
Sondern langfristig auch:
„Wie erkenne ich selbst, was gerade passiert und was ich damit mache?“
Genau hier verbindet die Trainingsmethode VASILÁ® Körperwahrnehmung mit Selbststeuerung.
Somatische Ansätze ersetzen innerhalb von Bodhiflow® weder Sportwissenschaft noch medizinische oder therapeutische Behandlung.
Sie erweitern Krafttraining um eine zusätzliche Wahrnehmungsebene.
Achtsames Krafttraining ist grundsätzlich auch an einer Trainingsmaschine möglich.
Auch dort kannst du bewusst auf Muskelspannung, Atmung und Bewegungsausführung achten.
Innerhalb der Trainingsmethode VASILÁ® liegt der Schwerpunkt jedoch bewusst auf freien Bewegungen mit dem eigenen Körpergewicht und externen Widerständen.
Maschinen übernehmen durch ihre Konstruktion häufig einen Teil der Bewegungsführung und Stabilisierung.
Bei freien Bewegungen muss der Körper mehr selbst leisten: stabilisieren, Kräfte übertragen, Gleichgewicht herstellen, Spannung aufbauen, Bewegungsbahnen kontrollieren und auf Veränderungen reagieren.
Dabei arbeiten mehrere Muskelgruppen gleichzeitig zusammen. Kraft wird also nicht nur erzeugt, sondern innerhalb einer Bewegung koordiniert.
Genau das entspricht vielen Anforderungen des Alltags. Aufstehen, etwas vom Boden aufheben, tragen, drücken oder ziehen sind keine isolierten Muskelaktionen. Verschiedene Gelenke und Muskelgruppen arbeiten dabei zusammen.
Freie Bewegungen geben dadurch besonders viel unmittelbares Feedback darüber, wie der eigene Körper arbeitet. Das unterstützt einen zentralen Gedanken der Trainingsmethode VASILÁ®:
Kraft nicht nur erzeugen, sondern verstehen, wie der eigene Körper sie organisiert.
VASILÁ® arbeitet deshalb mit natürlichen Bewegungsmustern, die auch im Alltag relevant sind, und entwickelt sie über unterschiedliche Übungsebenen gezielt weiter. Welche Variante und welcher Widerstand sinnvoll sind, richtet sich nach der körperlichen Ausgangslage und danach, wie sicher und kontrolliert eine Bewegung bereits ausgeführt werden kann.
So entsteht Schritt für Schritt die Grundlage, auch höhere Widerstände kontrolliert zu bewegen und Kraft aufzubauen, die im Alltag tatsächlich nutzbar ist. Welche Bewegungsmuster, Übungskategorien und Progressionsstufen dabei wann zum Einsatz kommen, ist Teil der Trainingsmethode VASILÁ®.
Eine der wichtigsten Abgrenzungen im Verständnis meiner Marke Bodhiflow® lautet:
Achtsames Krafttraining ist kein Schontraining.
Wer stärker werden oder Muskulatur aufbauen möchte, braucht progressive Belastung.
Das gilt für eine 30-jährige Frau genauso wie für eine Frau in der Perimenopause oder Postmenopause.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Herausforderung und Überforderung.
Herausforderung gehört zum Training. Ohne einen ausreichenden Reiz gibt es keinen Grund für den Organismus, sich anzupassen.
Überforderung entsteht dort, wo Belastung, Technik, vorhandene Ressourcen und Erholung nicht mehr sinnvoll zusammenpassen.
Achtsames Krafttraining versucht nicht, diese Grenze theoretisch im Voraus perfekt zu bestimmen.
Es entwickelt die Fähigkeit, sie im Training zunehmend besser zu erkennen.
Achtsames Krafttraining ist weder Yoga mit Gewichten noch Pilates unter einem anderen Namen.
Gleichzeitig gibt es bewusst Überschneidungen in bestimmten Qualitäten.
Yoga und Pilates können Körperwahrnehmung, Bewegungsqualität, Atmung, Konzentration, Mobilität, Stabilität und Kontrolle fördern.
Achtsames Krafttraining überträgt diese bewusste Form der Körperarbeit, auf progressives Krafttraining.
Der entscheidende Unterschied bleibt: Der gezielte Aufbau von Kraft ist zentral. Widerstände werden gesteigert. Muskulatur wird gefordert. Belastung wird progressiv entwickelt.
Gegenüber klassischem Krafttraining liegt der Unterschied wiederum nicht darin, dessen Grundprinzipien zu ersetzen.
Sinnvolle Belastung, Progression, Technik und Erholung bleiben unverzichtbar.
Achtsames Krafttraining ergänzt diese Prinzipien um bewusste Wahrnehmung, Präsenz und Selbststeuerung.
Genau auf dieser Verbindung basiert die von mir entwickelte Trainingsmethode VASILÁ®.
Achtsames Krafttraining ist grundsätzlich nicht an ein bestimmtes Alter oder Trainingslevel gebunden.
Wenn du gerade mit Krafttraining beginnst, hilft es dir dabei, Bewegungen und Belastung besser einzuordnen.
Genauso kann es relevant sein, wenn du bereits Trainingserfahrung hast, aber Schwierigkeiten damit hast, deine Belastung an unterschiedliche Lebenssituationen und Tagesform anzupassen.
Besonders passend ist achtsames Krafttraining, wenn du stärker werden möchtest, ohne dass dein Training dich zusätzlich auslaugt. Sondern dir langfristig mehr Energie-Input als Output gibt. Gerade wenn du einen anspruchsvollen Alltag mit deinem Training verbinden musst und/oder Veränderungen durch Zyklus, Perimenopause oder Postmenopause präsent sind.
Auch wenn du häufig zwischen „durchziehen“ und „gar nicht trainieren“ schwankst, hilft dir achtsames Krafttraining dabei, Belastung differenzierter zu betrachten.
Und schließlich richtet es sich an dich, wenn du deinen Körper im Training besser verstehen möchtest und Krafttraining nicht nur als Mittel zum Zweck erleben möchtest. Sondern als Me-Time, in der du stärker wirst und gleichzeitig bei dir bist.
Die bisherigen Prinzipien werden innerhalb von VASILÁ® zu einem gemeinsamen Trainingssystem verbunden.
Bodhiflow® ist die Marke und steht für das übergeordnete Verständnis und die Haltung hinter dem Training. Dazu gehört das Ziel, stärker zu werden, ohne sich zu übergehen und 3fach fit zu werden: physisch, mental und emotional.
Achtsames Krafttraining ist die Form des Krafttrainings, in der dieses Verständnis umgesetzt wird. Bei Bodhiflow® ist es konsequent female-informed und auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet.
Die von mir entwickelte Trainingsmethode VASILÁ® beschreibt, wie achtsames Krafttraining innerhalb von Bodhiflow® praktisch umgesetzt wird.
Der Kraftaufbau erfolgt über biomechanische Grundbewegungsmuster und funktionale Bewegungsabläufe. Der Schwerpunkt liegt auf freien Bewegungen mit dem eigenen Körpergewicht und externen Widerständen.
Somatik und Embodiment erweitern dieses Training um Wahrnehmung und Selbststeuerung.
Female-informed Trainingssteuerung bildet den physiologischen Kontext und berücksichtigt weibliche Physiologie gemeinsam mit Faktoren wie Schlaf, Stress, Regeneration und aktueller Belastbarkeit. Dabei wird Belastung im Zusammenspiel von physischem, mentalem und emotionalem Zustand betrachtet.
Training wird so zu einem sinnvoll dosierten Input. Nicht möglichst wenig. Nicht möglichst viel. Sondern passend genug, um langfristig Kraft, Energie und Selbststeuerung aufzubauen.
Die Trainingsmethode VASILÁ® vermittelt deshalb nicht nur Übungen oder Trainingspläne. Ein zentraler Teil der Methode besteht darin, den eigenen Körper und die eigene Reaktion auf Belastung zunehmend besser verstehen zu lernen.
Die konkrete Steuerung innerhalb von VASILÁ®, die Auswahl und Anpassung einzelner Trainingsreize sowie die methodische Entscheidungslogik gehören zur Trainingsmethode und werden im Coaching individuell vermittelt.
Im Verständnis von Bodhiflow® ist achtsames Krafttraining nicht automatisch sanftes Training.
Es ist kein Verzicht auf progressive Belastung.
Es ist kein starrer Zyklusplan.
Es bedeutet nicht, jedem unangenehmen Gefühl auszuweichen.
Es bedeutet nicht, jede kleine Schwankung der Tagesform zum Grund für eine Trainingsänderung zu machen.
Es bedeutet nicht, bei jeder Wiederholung ausschließlich nach innen zu spüren.
Es ist nicht Yoga oder Pilates mit Gewichten.
Und es ersetzt weder medizinische Diagnostik noch Physiotherapie oder Psychotherapie.
Achtsamkeit dient im Training nicht dazu, Belastung abzuschaffen.
Sie dient dazu, Belastung besser nutzen zu können